Der Bodensee steht nicht als Erstes auf der deutschen Weinlandkarte – und genau deshalb ist er so spannend. Deutschlands südlichstes und höchstgelegenes Weinanbaugebiet liegt im Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz, hat eine Weingeschichte, die bis ins Jahr 884 zurückreicht, und produziert Weine, die man so schnell nicht vergisst: filigran, frisch, elegant. Lou und Jonas nehmen euch heute mit – von den Spätburgunder-Reben am Meersburger Höhenweg über den höchsten Weinberg Deutschlands auf dem Hohentwiel bis zur Geschichte des Müller-Thurgau, der nachts per Schmuggel über den See kam.
Wein der Woche
Grand Plaisir Champagne Brut – Champagne, Frankreich | Rheinberg Kellerei
Eine Cuvée aus Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay – den drei klassischen Champagner-Rebsorten. Mindestens 15 Monate gereift, mit feiner Perlage und einem frischen, spritzigen Charakter: Zitrusfrüchte, gelbe Früchte, ein klares Reifearoma – und genug Gehalt, um als echter Klassiker durchzugehen. Brut, trocken, 12 % vol. – der perfekte Einstieg in die Welt des Champagners. Erhältlich bei EDEKA und edeka24.de
Weinlexikon: W wie Weißherbst
Weißherbst ist eine deutsche Weinspezialität – ein Rosé, der aus einer einzigen roten Rebsorte hergestellt wird, meist Spätburgunder. Der Unterschied zum normalen Rosé: Laut deutschem Weingesetz muss Weißherbst zu mindestens 95 Prozent hell gekeltert sein und als Qualitätswein eingestuft werden – kein Verschnitt verschiedener Sorten erlaubt. Am Bodensee hat der Weißherbst eine lange Tradition, lange bevor Rosé zum internationalen Trend wurde. Typisch: helle Lachsfarbe, frische Beerenfrucht, leicht und unkompliziert – der perfekte Sommerabend-Wein am See.