Mitten in der laufenden Lese nehmen Lou und Jonas diese Folge auf. In allen deutschen Weinanbaugebieten hat die Ernte so früh begonnen wie noch nie, rund vier Wochen früher als vor dreißig, vierzig Jahren. Fast alle Rebsorten sind gleichzeitig reif geworden, die Lese drängt sich in wenige Wochen zusammen. Dazu kommen O-Töne direkt aus den Weinbergen: von der Nahe, vom Bodensee, aus der Südsteiermark und dem Weinviertel. Ihr erfahrt, warum die Betriebe bewusst früh lesen, was die Säurezahl aus Österreich bedeutet und wie es um die Qualität des Jahrgangs steht. Und es gibt einen bitteren Teil, den man dazusagen muss.
Wein der Woche
Rheinberg Kellerei Bio Riesling trocken, Rheinhessen
Erhältlich bei EDEKA.
Die Frage der Woche, über Instagram:
„Gibt es eine Weinregion in Deutschland, die ihr noch nicht bereist habt?“
„Ja, und es ist mir fast ein bisschen peinlich. Ganz oben auf meiner Liste steht der Mittelrhein. Eines der kleinsten Gebiete überhaupt, die Rebfläche schrumpft seit Jahrzehnten, weil die Steillagen dort brutal steil sind und sich für viele schlicht nicht mehr rechnen. Genau deshalb will ich hin, bevor noch mehr davon verschwindet. Das zweite Gebiet ist Saale-Unstrut, das nördlichste Qualitätsweinbaugebiet Deutschlands. Wenn ihr aus dem Mittelrhein oder von der Saale-Unstrut seid und einen Betrieb kennt, den ich unbedingt sehen muss, schreibt mir. Ich meine das ernst.“