Das seit 1990 unabhängige NAMIBIA befindet sich im Südwesten Afrikas. Eine von den drei Wüsten Namibias, ist die NAMIB. Über 120 Kilometer, erstreckt sich diese, entlang der rauen Küste des ATLANTIKS.

Geprägt durch Ebbe und Flut, ergibt sich ein spektakuläres Landschaftsbild. Dann ist da noch der Etosha, der Fishriver Canyon, die Skelettküste, die verwunschene Stadt Lüderitz, die Salz – Ton Pfanne Sossusvlei und der Waterberg. Die Deutschen haben das Land entdeckt und finden es gerade wieder. Zu den Sommermonaten tummeln sich hier etliche Safari Spezialisten, Fotowütige und Familien mit Kind und Kegel. Trotz teils überlaufener Sehenswürdigkeiten, lohnt eine Reise.


karge Wüsten, lila Wolken, unendliche Weiten – Namibia


ALLGEMEIN

  • Preisniveau: Es gibt etliche Deutsche, die sich über das stabile und europäische Preisniveau Namibias aufregen.
  • Unterkünfte (Hotels/Lodges): Kosten durchschnittlich 60 – 250 Euro und ist abhängig von Region und Sehenswürdigkeit
  • Zeitverschiebung: In Namibia gilt die CAT (Central Africa Time)/ GMT +2 (Greenwich Mean Time), seit 2017 gibt es in Namibia keine Zeitumstellung mehr
  • Sprache: Englisch, Deutsch, Afrikaans sowie etliche Stammessprachen
  • Währung: Namibia-Dollar, (N$ beziehungsweise NAD)
  • Klima: Tagsüber wärmt die afrikanische Sonne. Morgens, abends sowie insbesondere in den Nachtstunden kann es teils bitterkalt werden.
  • Namibia mit Kindern: Kein Problem! Völlig ungefährlich und ein Erlebnis. Für die langen Fahrten sollte in Form von Unterhaltung Abhilfe geschaffen werden.
  • Kartenmaterial: Ladet euch am besten die Google Maps Offlinekarte für Namibia herunter. Hiermit gelangt Ihr an alle Camps.

Warum boomt der Tourismus von Juni bis Oktober (Trockensaison)? Ganz einfach, durch die Trockenzeit sind die Gräser schön flach und die Tierbeobachtung ist um ein wesentliches einfacher. Sollte euch also egal sein, ob ihr nun eine böse Mietzekatze seht oder nicht, dann könnt ihr euch den Rummel um diese Jahreszeit getrost sparen.

 

#AUTO

In den Monaten Juni – Oktober boomt der Tourismus und mit Ihm die Preise. Ein 4×4 CAMPER für 2 Personen und einer All-inclusive Versicherung, kann euch dann bis zu 2.000 Euro kosten. Das ist absoluter Wahnsinn. Da wir unsere Reise nicht langfristig planen konnten und dann ausgerechnet auch noch im August fliegen mussten, war alles, wirklich alles, ausgebucht oder unbezahlbar. Aus diesem Grund haben wir uns für die Anmietung eines normalen Nissan 4×4 für 1.300 Euro (mit Kühlschrank ohne Campingausstattung und Dachzelt) und einer All-inclusive Versicherung entschieden. Mit im Flieger: ein Pop Up Zelt von Decathlon, eine 140 x 200 Meter Luftmatratze und eine Kochbox. Ihr lacht euch jetzt wahrscheinlich kaputt aber es hat sensationell funktioniert. Uns hat uns unsere Pop Up Zelt Variante sogar besser gefallen, als das Dachzelt. Einmal aufgebaut und das Auto kann nicht mehr bewegt werden. Wir waren mit unserer Lösung weitaus flexibler. Und was ist mit der Küche? Einen Gaskocher könnt Ihr euch bei CYMOT (Gas auffüllen lassen, Zylinder sind leer! Haben wir erst 400 Kilometer später gemerkt) für umgerechnet 35 Euro kaufen. Einen Feuertopf bekommt Ihr für ca. 25 Euro in den Supermarktketten PICK N PAY oder CHECKERS (z.B. von BUSH BABY). Eine Pfanne, Besteck, Gewürze und Co. habe ich von zu Hause mitgebracht. Außerdem hat jede Campsite eine Feuerstelle. Decken und Kissen? Meine Mutter ist halt der Knaller. Sie hat mir und Matze jeweils eine Sommerdaunendecke in jeweils einen Kopfkissenbezug gestopft, welche wir dann mit an Board genommen haben. Der Kopfkissenbezug wurde dann Nachts einfach mit Pullis gestopft. Es war urgemütlich und bei eisigen Temperaturen, genau das Richtige!

TIPP: Solltet ihr euch für ein Pop Up Zelt und eine Luftmatratze entscheiden, nehmt bitte eine dicke Unterlage für euer Zelt mit. Auf den Böden wimmelt es nur so von dicken WEIßDORNEN. Diese fiesen Teile haben uns gnadenlos unsere Matratze durchbohrt. Zur Sicherheit auch eine Tube NAHTDICHTER mitnehmen. Das erspart euch die Suche vor Ort. Wir haben jetzt das zweite mal über den Autovermieter BRITZ gebucht. Viele sagen super, viele sagen nicht so super. Nach unserer Meinung unkompliziert. Einfach ein paar KLEINIGKEITEN BEACHTEN:

  • Der KÜHLSCHRANK muss mit 4 Schrauben befestigt sein! In der Regel ist er nur mit einer befestigt. Nachbessern lassen! Unser Kühlschrankinhalt hat sich während einer Fahrt durch die Kalahari in Botswana im kompletten Auto verteilt. Semi-geil bei den Temperaturen. Bei holprigen Fahrten kann sich außerdem das Stromkabel lösen. Sollte es komplett reißen, sofort in die nächste Werkstatt fahren. Das Problem wird innerhalb von 10 Minuten erledigt.
  • Passen die ERSATZSCHRAUBEN zum Reserverad? Wir hingen in der Transkei fest und zwar mit den falschen Schrauben (ihr solltet übrigens einen Reifen wechseln können).
  • Ist das Dachzelt dicht? Funktionieren alle Reißverschlüsse?
  • Reifencheck! Genügend Profil?

 

#KLEIDUNG

BE AN ONION! Die Sonne ist tagsüber extrem stark. Verschwindet Sie, wird es ungemütlich. Hier ist der ZWIEBELLOOK die beste Wahl. Außerdem warme Socken, einen dicken Pulli, Stirnband, für die Bergregionen Handschuhe und einen kuscheligen Schal einpacken. Für die Sandwich Harbour und Walvis Bay empfiehlt sich außerdem eine kuschelige WINDSTOPPER JACKE. Ein warmer Fleece ist auch nicht verkehrt. Eine kurze und eine lange Hose sowie festes Schuhwerk. Ein paar Flip Flops oder Birkenstock and your good to go! Die Safariausrüstung könnt ihr übrigens getrost zu Hause lassen.

 

#VERPFLEGUNG

Die Supermarktketten in Namibia sind identisch mit denen in Südafrika. HIER– (Klick mich) könnt Ihr nochmal alles nachlesen. Insbesondere in Wüsteregionen, ist die Wasserversorgung wichtig. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, einkaufen zu gehen, geht einkaufen! Gleiches gilt beim Tanken. Neben frischem Obst und Gemüse sind KONSERVEN eine hervorragende Alternative. Bedingt durch den Trockenstress in vielen Regionen Namibias, schmeckt auch das Fleisch anders. Alternative ist BOEREWORS, eine traditionell in Südafrika hergestellte Wurst.

 

#UNTERKÜNFTE

Gott! Als wir uns schlussendlich für Namibia entschieden haben, bekamen wir es mit der Angst zu tun. Überall hörten wir, dass man Unterkünfte mindestens 12 Monate im Voraus buchen sollte. Wir haben festgestellt: Solange man sein eigenes Bett dabei hat, kann man überall schlafen. Einzig und Allein im ETOSHA ist eine Buchung im Voraus nicht nur empfehlenswert sondern absolut notwendig (mehr unter ETOSHA). Außerdem wichtig: Hartnäckig bleiben und betonen, dass man nichts braucht, außer einen Stellplatz! WILDCAMPEN ist strengstens untersagt. Namibia schätze ich als ungefährlich ein. In Botswana würde ich es mir zweimal überlegen.


UNSERE REISE

ANKUNFT

  • Fluggesellschaft: Eurowings (Köln – Windhoek)
  • ATM: Bitte nicht den Fehler machen und den einzigen ATM innerhalb des Airports nutzen, außer Ihr wollt 2 Stunden in einer Schlange stehen. Draußen vor dem Gebäude gibt es drei Weitere!
  • Auto: Geht zum Schalter eurer Autovermietung im Airport. Diese organisieren euch einen Transport zum Gelände der Autovermietung.
  • SIM – Karte: Windhuk Airport Ausgang. Auf der linken Seite gibt es einen Shop für SIM Karten.
  • Die erste Nacht: wir haben uns für die erste Nacht in der Vineyard Country Lodge für ca. 55 Euro eingebucht. Kostenloser Transport vom / zum Airport. Selbstverpflegung. Die Nähe zum Autovermieter war für uns wichtig, da wir das Auto erst am nächsten Tag holen konnten.

 

NAUKLUFT

Der NAMIB – NAUKLUFT PARK umfasst 49.000 km² und ist der größte Wildpark Afrikas. Der Park, der unter anderen Sehenswürdigkeiten, auch die Sossuvlei einschließt, beeindruckt durch verschiedenste Kontraste. Für Wanderfreunde bietet sich in Naukluft der OLIVE TRAIL an. Dieser ist 10 Kilometer lang und dauert ca. 4 Stunden. Der WATERKLOOF TRAIL ist 17 km lang und dauert ca. 7 – 8 Stunden. Der höchste Punkt entspricht knapp 2.000 Metern. Weitere Attraktionen sind die NATURAL POOLS in der Nähe des QUIVER TREE. Um auch die Frage aus vielen Foren zu beantworten: Ja, ihr könnt die Wanderungen machen auch ohne im Park an den CAMPSITES zu übernachten. Ihr müsst euch allerdings eine Permit holen, wie in jedem anderen Nationalpark auch. In den Monaten Juli – September kann es in den Gebirgen des Naukluft und auch an der Campsite bitterkalt und windig werden.

  • Parkgebühr: 40 N$
  • Campsite: 190 N$ p.P.
  • Die besten Campsites (windgeschützt, als erster Sonne und am längsten Sonne): Nummer 21 und Nummer 22
  • Anzahl der Nächte: 1
  • 2 Bier an der Bar kosten ca. 50 N$
  • Für ca. 75 N$ bekommt man im Restaurant/Bar Frühstück. Da wir kein Gas und kein Feuer hatten, haben wir uns hier am nächsten Morgen aufgewärmt.
  • Auch hier gibt es BABOONS (Paviane): Nicht füttern und wegjagen. Einmal im Auto und das wars mit der Innenausstattung.

HAUCHABFONTEIN

Der Hauchabfontein fließt entlang der Ausläufer des Naukluftgebirges. Das Gebiet ist bekannt für die LAGUNEN und NATURAL POOLS sowie für die mächtigen KÖCHERBAUMWÄLDER. Wir nutzten die FARM HAUCHABFONTEIN als Zwischenstopp auf unserer Reise nach SESRIEM.

  • Camp: Hauchabfontein Camping, Road D 854, E-Mail: edithh@iway.na (Edith spricht Deutsch)
  • Kosten: 250 N$ p.P.
  • Feuerholz: 40 N$
  • Anlage: Sehr gepflegt, Warmwasserduschen die Abends vom Personal befeuert werden, fließendes Wasser an der Campsite.
  • Bester Stellplatz: (windgeschützt und ruhig): Maerora
  • Anzahl der Nächte: 1

Edith und Kiewiet waren unglaublich herzlich und haben uns an diesem Abend auch einen Feuertopf geliehen, da wir immer noch kein Gas hatten. An dieser Stelle noch einmal Danke an euch Zwei! Ich habe an dem Abend festgestellt , dass ein Feuertopf wesentlich besser als Gas ist. Das Rezept für mein KARTOFFEL-KÜRBISCURRY gibt es HIER. Zum FRÜHSTÜCK gab es karamellisierte Früchte mit extra fettem Joghurt. Sooo lecker!


SESRIEM

Oh SESRIEM, du überlaufenes Fleckchen Erde! Stichwort: SOSSUSVLEI, DEAD VLEI und DUNE 45. Ja, all das findet Ihr hier, im NAUKLUFT PARK: SESRIEM / SOSSUSVLEI. Genau an diesem Fleck in Namibia tummeln sich alle Blogger, Fotografen und Influencer dieser Welt. Möglichst früh aufstehen. Vor dem Gate schlange stehen oder direkt im Park schlafen um die besten Bilder knipsen zu können. MEIN TIPP: lasst euch um Himmels Willen Zeit. Genießt euren Kaffee an der OASIS CAMPSITE und beobachtet die Menschenmassen, die gegen 10:00 Uhr, völlig abgehetzt aus den höher gelegten Viehtransporten in voller Safari – Montur hüpfen. Am liebsten sind mir die, mit der 1 Liter Balea Sonnenmilch im Rucksack. Spaß beiseite. Es ist ein wunderschöner Ort, beeindruckend und fesselnd. Aber macht euch nicht so einen Stress. Wir sind gemütlich gegen 11:00 Uhr los gefahren und haben vorher noch einen Stop beim SESRIEM CANYON eingelegt (dieser ist nur von innerhalb des Parks zu erreichen). Hier war keine Menschenseele. Zurück am Gate, müsst ihr zur ANMELDUNG. Von hier aus fahrt Ihr noch ca. 65 Kilometer, vorbei an der DUNE 45, Richtung SOSSUSVLEI. Die letzten 5 Kilometer sind OFF – ROAD die Ihr locker mit einem 4×4 bewältigt. Am Parkplatz angekommen, führen die Wege ab hier zur SOSSUSVLEI (DEAD VLEI) und zu den verschiedensten Dünen. Gegen 16:00 Uhr haben wir uns auf den Rückweg gemacht.

  • Campsite: Oasis Campsite (außerhalb des Parks, bei der Tankstelle) Hier gibt es außerdem einen kleinen Supermarkt und frischen Kaffee. Die Anlage ist sehr gepflegt. Ausreichend Duschen und Toiletten vorhanden. Jede Campsite hat fließend Wasser und eine Feuerstelle. Außerdem gibt es einen kleinen Pool).
  • Bester Stellplatz: Nummer 19 oder ganz hinten Richtung Poolanlage (ruhig und abgelegen)
  • Kosten: 140 N$ p.P.
  • Anzahl der Nächte: 1
  • Parkkosten: 80 N$ p.P. und 10 N$ pro Auto.

Die zweite Nacht haben wir im DESERT QUIVER CAMP verbracht. Das war so ziemlich die Einzige Unterkunft die ich eine Woche vorher gebucht hatte. Ein Geschenk zur Bestanden Prüfung von Matze für ca. 120 Euro die Nacht. Wichtig: Selbstverpflegung!


WALVIS BAY & SANDWICH HARBOUR

Auf unserer Weiterfahrt Richtung WALVIS BAY haben wir einen Zischenstopp an der MIRABIB Campsite eingelegt.Ursprünglich hatten wir geplant, dort zu übernachten. Aufgrund extrem vieler Bremsen und Fliegen haben wir uns jedoch dazu entschlossen weiterzufahren. Eine Übernachtung würde sich andernfalls sehr lohnen. Beeindruckende Gesteinsformation in der flachen Namib Wüste. Wir sind nicht auf der ursprünglich vorgesehen Straße weiter nach Walvis gefahren, sondern auf einer Route quer durch die Wüste (über GOBABEB und ROOIBANK). Laut Google Maps ist die Route deutlich länger. Allerdings berechnet Google die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 30 Km/h. Die Strecke ist so gut ausgebaut, dass ihr auf diese getrost mit 80 Km/h – 100 Km/h befahren könnt. Im Endeffekt war die Strecke kürzer und es waren keine Autos soweit das Auge reicht.

TIPP: Zwischen SESRIEM und MIRABIB befindet sich der Boxenstopp SOLITAIRE. Ideal zum tanken, Gas auffüllen und für ein schnelles Mittagessen.

Angekommen in Walvis, haben wir uns spontan für zwei Nächte in einem AIR B&B eingebucht. Das Apartment bei Linda, direkt an den Lagunen, hat uns 20 Euro pro Nacht gekostet. Walvis ist ein recht kleine verschlafene Hafenstadt. Spannend sind die Tagesausflüge an die SANDWICH HARBOUR. Da Ihr diese nicht eigenständig befahren dürft, bietet sich die Buchung einer Tour an. Diese dauern in der Regel 6 Stunden.

  • Campsite: Air b&b, 20 Euro pro Nacht
  • Anzahl der Nächte: 2
  • Einkaufen: Dunes Mall, hier habt Ihr auch eine 1A Internetverbindung
  • Sandwich Harbour Tour: Mola Mola Tours, ca. 90 Euro p.P. (nur Dünen, keine Bootstour), 12:00 – 17:30 Uhr, Inklusive Verpflegung
  • Restaurants: Die besten Restaurants waren unserer Meinung nach The Anchor und The Yacht Club

TIPP: wir haben die Tour mit Mola Mola spontan gebucht und hatten Glück. Wir können diesen Touranbieter wirklich zu 100 % weiterempfehlen. Solltet Ihr euch für Mola Mola entscheiden, würde ich im Vorhinein online buchen. Ihr seit maximal mit 8 Personen unterwegs. Eigener Guide. Fahrzeuge sind Landrover Defender.


ERONGO PLATEAU CAMP

Fährt man von der SPITZKOPPE weiter Richtung OMARURU gelangt man an das ERONGO PLATEAU CAMP umgeben von den ERONGO MOUNTAINS. Um in das Camp zu gelangen, müsst ihr das Gate zum Nationalpark passieren. Von hier aus sind es nochmal 45 Minuten bis Ihr das Camp erreicht. Die letzten Meter zum Camp sind anspruchsvoll (Offroad), aber mit einem 4×4 gut machbar. Wir haben uns für dieses Camp entschieden, da die Aussicht einfach spektakulär und einziartig ist.

  • Campsite: Erongo Plateau Camp, Warmwasserdusche, Braai Station, Feuerholz auf Anfrage verfügbar
  • Kosten: 140 N$ p.P. (NUR BARZAHLUNG)
  • Anzahl der Nächte:1

DAMARALAND

Auf unserem Weg in das DAMARALAND haben wir einen Zwischenstopp in UIS, ganz in der Nähe des Brandbergs, eingelegt. Kleines verschlafenes Dorf mit einem Restaurant, einem kleinen Supermarkt und einem Café: CACTUS COFFEE & TEA GARDEN! Sensationeller Kaffee und leckere belegte Brote. Perfekter Start in den Tag. Außerdem Steckdosen und Wi-Fi.

In der Zeit der Apartheid war es das „Homeland“ für die Damara. Die Region besticht durch eine wunderschöne, teils grüne Landschaft und dessem Tiervielfalt. Neben Gemsböcken, Bergzebras, Kudus und Springböcken, findet man hier auch vereinzelt Wüstenelefanten, Löwen und Geparden. Durch Zufall sind wir auf die PALMWAG LODGE nähe des UNIAB RIVER gestoßen, die neben tollen Zimmern auch wunderbare Camspites anbietet. Wir haben uns hier direkt wohlgefühlt und uns geärgert, dass wir nicht eine weitere Nacht geblieben sind. Verrückt ist auch JIMBO, der Hauselefant, der sich hier anscheinend genauso wohlfühlt wie wir.

Vielen Dank an GABI & FRITZ, die wir an diesem Abend kennen lernen durften und die uns so viele Tipps für Namibia gegeben haben. Eure Lodge ist schlichtweg wunderschön.

  • Campsite: Palmwag Lodge, sehr gepflegte Anlage, zwei Poolanlagen, Bar und Restaurant, Braai Stellen an der Campsite, Steckdosen und fließendes Wasser, Warmwasserduschen, kein Wlan
  • Kosten: für ein Auto und zwei Personen 560 N$
  • Anzahl der Nächte: 1

ETOSHA

Um die Organisation rund um das Thema ETOSHA, haben wir uns ehrlich gesagt keine allzu großen Gedanken gemacht. Als wir am Nachmittag am GALTON GATE (West Gate) anreisten, wurde uns auch sogleich mitgeteilt, dass wir ohne gebuchte Unterkunft keinen Einlass gewährt bekommen würden. Jackpot. Der nette Gentleman erklärte uns, dass es direkt gegenüber vom GALTON GATE eine kleine Campsite geben würde. Dort sind wir dann auch direkt hin, mit dem Plan am nächsten Tag früh aufzubrechen. Wir mussten dann allerdings feststellen, dass diese Campsite ziemlich heruntergekommen und schmutzig war. Da die Dämmerung drohte, haben wir nach einer Unterkunft in der Nähe gesucht und sind auf die HOBATERE LODGE gestoßen. Trotz der hohen Preise und weil wir keine andere Wahl hatten, haben wir uns dann dazu entschlossen dort zu bleiben. Nach reichlich Rotwein und Gin’n Tonic, hatten wir am nächsten Tag knackige 240 Euro auf der Uhr. Shit happens! Das Ende vom Lied? UNTERKÜNFTE im ETOSHA müssen gebucht werden. LOHNT sich der ETOSHA? Unserer Meinung nach: JEIN! Wenn Ihr noch nie in einem Nationalpark in Afrika gewesen seid, werdet ihr begeistert sein. Für alle Afrikafreaks, die bereits viele Länder auf diesem Kontinent bereist haben, werden enttäuscht sein. Rund um den ETOSHA gibt es vier GATES: Anderson’s Gate, Galton Gate, King Nehale Lya Mpingana Gate,Von Lindequist Gate.

  • Campsite: Hotelzimmer
  • Kosten: 2.970 N$ für zwei Personen inkl. Frühstück, Mittagessen, Afternoon Tea und Diner
  • Aktivitäten: Kostenlose Game Drives (diese in Anspruch nehmen) bei denen man mehr als im Etosha sieht
  • Besonderheiten: Unfassbare Ruhe, tolle Anlage, spektakuläre Tiervielfalt und sehr viele Löwen (Nachts im Bett, hört man das Gebrüll der Vierbeiner)

TIPP: Zu einem Urlaub in Namibia gehört der ETOSHA einfach dazu! Ich empfehle aber einen DAY DRIVE der ca. 170 N$ für zwei Personen kostet. Wer unnötige Kosten vermeiden möchte, kümmert sich um eine Unterkunft davor und danach.

Nach unserem DAY DRIVE (Ausfahrt:King Nehale Lya Mpingana Gate) sind wir am Nachmittag Richtung URIS LODGE gefahren. Diese Anlage hat neben Zimmern auch mehrere Campsites. So eine Campsite haben wir natürlich nicht mehr bekommen und mussten erneut in einem Zimmer schlafen. CAMPSITES kosten hier ca. 170 N$ und sollten vorher gebucht werden. Zum GALTON GATE fahrt ihr von hier ca. 1 Stunde. Alternative Campsite ist TOGGEBURG. Die Zimmer bei der URIS LODGE sind allesamt sehr gepflegt und die Anlage ist sehr schön gelegen.


WATERBERG

Unsere vorerst letzte Station war der WATERBERG. Von der URIS LODGE braucht ihr ca. 3 Stunden mit dem Auto bis ihr den WATERBERG erreicht. Anders als beim ETOSHA, ist es hier wirklich nicht von Nöten eine Unterkunft im Voraus zu buchen. Erhaltet ihr eine Absage, fahrt ihr einfach zur nächsten Campsite. Der Waterberg an sich beeindruckt nicht nur durch sein imposantes Gesteinsmassiv sondern auch aufgrund der vielfältigen und grünen Landschaft ringsum. Schlussendlich sind wir im NWR WATERBERG CAMP (im Waterberg Plateau Park) gelandet. Das Camp liegt zu Füßen des WATERBERG PLATEAUS. Die Wanderung bis zum Plateau dauert ca. 30 Minuten. Belohnt werdet ihr mit einem spektakulären Ausblick.

  • Campsite: Gepflegte aber sehr große Anlage, eigene Braai Stelle, ausreichend Toiletten und Warmwasserduschen, Tankstelle, Restaurant und Poolanlage
  • Kosten: 560 N$ für zwei Personen
  • Bester Stellplatz: Relativ oberhalb des Parks, unten tummeln sich mehrere Camper
  • Frühstück im Restaurant: 45 N$ p.P.
  • Aktivitäten: Game Drives und Wanderungen

 

WINDHOEK

Die letzten zwei Nächte haben wir in einem AIR B&B bei Irmela verbracht. Wir haben uns hier richtig wohlgefühlt. Shopping Mall und Restaurants waren zu Fuß erreichbar.

  • Campsite: Air b&b
  • Kosten: 28 Euro pro Nacht
  • Ausstattung: Selbstverpflegung, Pool und der beste Hund der Welt (Nina)
  • Anzahl der Nächte: 2
  • Restaurants: Joes Beerhouse, The Olive Restaurant, JoJo´s Music And Arts Café, The Stellenbosch Tasting Room (sensationelle Weinkarte)
DER BESTE HUND DER WELT - NINA
DER BESTE HUND DER WELT – NINA

Alles könnt ihr in 14 Tagen leider nicht schaffen. Am Ende des Tages geht es aber darum, dass ihr eine wundervolle Zeit habt. Zeit habt, den Sternenhimmel und die Ruhe am Lagerfeuer zu genießen.

Wart ihr bereits in Namibia? Was sind eure Eindrücke und Tipps? Ich freu mich auf eure Nachrichten.

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